Kurs 8: Fromm und schwul?

Hintergründe zum Film «Eyes Wide Open»

Der israelisch-deutsch-französische Film von Haim Tabakman «Eyes Wide Open», der im März 2010 in Zürcher Kinos gezeigt wird, erzählt eine schwule Liebesgeschichte im Herzen der ultra-orthodoxen jüdischen Gemeinde in Jerusalem.
Wir nehmen diesen Film zum Anlass, die Einstellungen der verschiedenen Strömungen im Judentum zur Homosexualität zu erarbeiten. Am ersten Abend erfahren wir mehr darüber, wie nach der Aufklärung die verschiedenen Strömungen im Judentum entstanden sind und werden diese Linien möglichst detailliert bis ins 21. Jahrhundert verfolgen.
Am zweiten Abend konzentrieren wir uns auf die Frage, ob und wie sich die Einstellungen der einzelnen Richtungen des Judentums zur Homosexualität im Lauf der Zeit verändert haben. Wie geht man mit homosexuellen Mitgliedern der Gemeinde um? Gibt es Unterschiede zwischen weiblicher und männlicher Homosexualität? Ist es möglich, schwul und Rabbiner zu sein? Welche Empfehlungen werden homosexuellen Mitgliedern der Gemeinde gegeben? Was sagt das Religionsgesetz, was ist psychosozialer Druck in Gemeinschaften?

Arbeitsmethoden: Einführungen, gemeinsames Lesen und Interpretieren von Texten.


Hinweis: Matinée mit Vorpremiere und Podiumsdiskussion (Leitung: Michael Guggenheimer) am 14. März 2010, 11.30 Uhr im Kino Arthouse Piccadilly (Bahnhof Stadelhofen).

 

 
Leitung Raphael Pifko
Daten Montag, 12., 26. April
Zeit 18.30 - 20.30 Uhr
Ort Zürcher Lehrhaus
Kosten Fr. 70. -
Anmeldeschluss 2. April